Ein Eck mit Kaiser und Kanten
Markant ragt das deutsche Eck in die Fluten und bildet die Stelle, wo Mosel und Rhein sich treffen. Der Name des Deutschen Ecks hat seine Wurzeln im Deutschen Orden, der hier an dieser Stelle schon im Mittelalter wirkte. In eindrucksvoller Größe ragt hier das Kaiser Wilhelm Standbild in die Höhe. Die Idee hierzu wurde kurze Zeit nach dem Tod Kaiser Wilhelms I. 1888 geboren, im Jahre 1897 als Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbild umgesetzt und unter Anwesenheit des Enkels Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Das Denkmal wurde nach den Plänen des Architekten Bruno Schmitz, bekannt durch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica, das Kyffhäuserdenkmal und später auch durch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, und des Bildhauers Emil Hundrieser erbaut. Mit seinen 37 Meter Höhe gehörte es zu den imposantesten deutschen Bronzestandbildern. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Reiterstandbild durch eine amerikanische Artilleriegranate zerstört. 1953 widmete Bundespräsident Theodor Heuss den verbliebenen Sockel zum Mahnmal der deutschen Einheit um. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 verlor das Mahnmal jedoch seinen sinnstiftenden Gedanken. Eine private Stiftung ermöglichte 1993 die Rekonstruktion des Reiterstandbilds, das seitdem wieder auf Rhein und Mosel blickt.






