Kastell

Archäologische Reste des Kastells

53424 Remagen

Remagen in römischer Zeit

Das Kastell von Remagen lag an einer wichtigen Straße Richtung Köln bzw. Mainz am nördlichen Ende des Rheinischen Schiefergebirges. Am Übergang zum Niederrheingebiet nahm es eine Sperrfunktion ein. Das Kastell bestand für knapp 450 Jahre von ca. 5 v. Chr. bis etwa 450 n. Chr. Durch Inschriften auf Ziegeln und Grabsteinen konnte die Anwesenheit von fünf verschiedenen Truppen (Kohorten) nachgewiesen werden. Die Zivilsiedlung (vicus) erstreckte sich großflächig östlich und südöstlich des Kastells. Er entstand zur gleichen Zeit wie das Kastell. Es ist wahrscheinlich, dass die Siedlung ebenfalls bis in das 5. Jh. n. Chr. hinein bestand. Die Gräberfelder lagen an den Straßen, die nach Osten, Südosten und Westen aus der Siedlung herausführten. Es fanden sich Gräber aus dem frühen 1. Jh. n. Chr. Die jüngsten Gräber stammen aus dem 5./6. Jh. n. Chr. aus der Zeit der Merowinger.
Einen besonderen Fund bildet ein römischer Grabstein, der in Remagen gefunden wurde. Er besagt, dass ein 35-jähriger Soldat namens Dasmenus aus dem Gebiet des heutigen Serbien in Remagen begraben war. Der Stein stammt aus der Zeit zwischen 40 und 69 n. Chr.
Die römischen Reste sind heute fast vollständig von der modernen Stadt überbaut. Die Lage des Kastells sowie der Verlauf der römischen Straßen sind aber im heutigen Stadtbild teilweise noch erkennbar. Kastell, Zivilsiedlung und Gräberfelder befinden sich im heutigen Stadtgebiet im Ortsteil Remagen.
Remagen ist einer von 44 Standorten im Antrag zur Aufnahme des Niedergermanischen Limes als UNESCO-Welterbestätte. Der Antrag wurde von Vertretern der Niederlande, Nordrhein-Westfalen sowie Rheinland-Pfalz am 09. Januar 2020 beim World Heritage Center der UNESCO in Paris eingereicht.

Archäologische Reste des Kastells

Archäologische Reste des Kastells
53424 Remagen


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