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WUNSCHUNTERKUNFT

Industriekultur am Rhein wird erlebbar.

Industrie & Kultur - Gegensätze ziehen sich an!

Ehemalige Industrieanlagen erfreuen sich heutzutage einer wachsenden Beliebtheit im Tourismus. So werden diese Anlagen heute oft auch für Veranstaltungen, Kunst und Kultur genutzt. Die Region rund um den Romantischen Rhein hat so einige Industriedenkmäler zu bieten:

50 Jahre lang zählte die Sayner Hütte zu den größten Gießereien Preußens und ist mit ihrer 1830 errichteten Gießhalle heute immer noch einen Besuch wert. Trotz der derzeitigen umfangreichen Restaurierung der Sayner Hütte, welche Teil des Kulturparks Sayn ist, können Besucher die spannende Entwicklung mitverfolgen. 100 Jahre nach ihrer Stilllegung lädt das Bauwerk nun zu Ausstellungen, Konzerten, Kunst- und Kulturevents ein. Eine Führung kann ganz ohne Anmeldung jeden vierten Sonntag eines Monats besucht werden und gibt beeindruckende Einblicke in vergangene Zeiten.
Ein Besuch im Kulturpark Sayn hat darüber hinaus noch einiges mehr zu bieten: Das Schloss Sayn, welches mit einem eigenen Museum unter anderem geschichtliche Hintergründe der Gusseisenkunst präsentiert, ist ein gutes Beispiel für die Verbindung von Industrie und Kultur.

In Andernach führt ein gemütlicher Spaziergang entlang der Rheinpromenade direkt am Alten Krahnen vorbei. Der heute ungenutzte Stein-/Turmdrehkran hatte viele Jahre eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Bis 1911 wurden hauptsächlich Mühlensteine, Tuff und Wein verladen, was ihn zu einem der größten Verladestationen an deutschen Binnengewässern machte. Noch heute versprüht das Bauwerk seinen Charme aus vergangenen Zeiten und verleiht Andernach seine unverwechselbare Rheinfront.

Auch das Obere Mittelrheintal kann mit einer spannenden Industrie-Kultur aufwarten. In Lahnstein, direkt am Rhein gelegen, beherbergt das schmucke Schamott Schlösschen seit Jahren die Gasthausbrauerei Maximilians Brauwiesen. Auf der großen Sonnenterasse oder im rustikal eingerichteten Inneren des Schlösschens kann man gute deutsche Küche und selbstgebrautes Bier genießen. Im Sommer ist der große Biergarten nicht nur für rastsuchende Fahrradfahrer und Wanderer ein beliebter Anlaufpunkt. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie der Weg des Bieres aussieht, kann Führungen durch die Brauerei in Gruppen von 15 bis 35 Personen buchen. Diese erlauben dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Familienbrauerei, sowie eine im Preis inbegriffene Kostprobe der hauseigenen Spezialitäten.

Im 19. Jahrhundert die größte Briefumschlagfabrik Europas - heute die Kulturfabrik (KUFA) in Koblenz. Das Tanztheater Regenbogen brachte die Idee eines Kulturzentrums 1980 ins Rollen und bis heute besteht dieser Gedanke weiter. Unter dem Motto „Vielfalt und Toleranz“ werden viele Gastspielprogramme in Theater, Tanz, Kabarett, Kleinkunst, Musical und Chansons angeboten. Hauptakteure des buntgemixten Programms ist das Koblenzer Jugendtheater, welches mit immer wieder neuen Inszenierungen überzeugt.

Ein weiterer bedeutsamer Kran der Industriegeschichte ist in Sankt Goarshausen zu finden. Der Häusener Kran war ebenfalls ein wichtiger Anlaufpunkt für den Handel auf dem Rhein, womit er von großer Wichtigkeit für Sankt Goarshausen war. Der 100 Jahre alte Portaldrehkran ist heute denkmalgeschützt. Nach einer umfassenden Renovierung sind ein Freilichtmuseum in den Gruben und Mulden des Krans, sowie verschiebbare Liegestühle auf den dazugehörigen Gleisen geplant. Besucher können den Ausblick auf den Rhein genießen und zudem die geschichtlichen Hintergründe des Häusener Krans erfahren.